Aktuelles

Ostergruß 2021
Ist das Leid wirklich Sinnlos?
Liebe Gemeinde, das zweite „Corona-Osterfest“ wird angeläutet. Wie wird es uns dabei gehen, die Karwoche nun wieder im Lockdown zu feiern? Für mich ist es schmerzhaft – und ich vermute, dass Sie es ähnlich empfinden. Unterschiedliche Reaktionen sind nachvollzielbar. Wenn wir in eine unbekannte bedrohliche Situation kommen, fühlen wir uns ausgeliefert. Entweder wir fallen in die Schockstarre oder wollen aktiv werden und reagieren mit panischem Aktionismus. Sobald wir etwas getan haben, auch wenn es noch so irrational ist, fühlen wir uns erleichtert. Als im März 2020 der Corona-Lockdown angekündigt wurde haben viele von uns mit panikartigen Einkäufen reagiert, Waren des täglichen Bedarfs gehamstert. Hefe und Klopapier waren Spitzenreiter und lange ausverkauft. Aus heutiger Sicht eine lächerliche Reaktion.
Auf unterschiedliche Weise setzt sich der irrationale Umgang mit der Bedrohung jedoch bis heute fort. Dabei machen alle möglichen und unmöglichen Erklärungstheorien und Vorschläge zur Bekämpfung der Pandemie die Runde. Populisten versuchen aus der Angst politisches Kapital zu schlagen. Geschäftemacher nutzen die Not schamlos aus. Zum Glück gibt es da noch Menschen, die kühlen Kopf bewahren. Ihnen gelingt es, durch rationalen Umgang besser mit der Situation klarzukommen. Durch simple Maßnahmen wie Abstandhalten, Mund- und Nasenschutz sowie Händedesinfektion können wir uns weitgehend vor Ansteckung schützen. Das hatten wir bald gelernt, es ist uns in Fleisch und Blut über gegangen.
Wie aber lassen sich unserer Panik, unsere Niedergeschlagenheit und unsere düsteren Gedanken verstehen? Es ist einfach: Immer ist Angst vor dem Leiden im Spiel. Dank des Wohlstands der letzten Jahrzehnte haben wir es geschafft, das Leid an den Rand zu drängen. So haben wir es einfach verlernt, mit Leid umzugehen. Leidensfähigkeit aber ist im Grunde eine Voraussetzung für Wachstum; sie hilft bei der Selbstreflexion, stärkt die Kraft zur Veränderung, lässt uns reifen und über uns selbst hinauswachsen, uns selbst zu transzendieren. Das Leid ist unvermeidlich und sogar natürlich, so steht das Leiden schon am Anfang unseres Lebens: Für Mutter und Kind ist die Geburt ein Vorgang voller Leid und Schmerz. Und doch ist die Geburt das Tor zum Leben. Die Heilige Woche führt uns diesen Zusammenhang theologisch sinnenhaft vor Augen: das Leiden geht der Auferstehung voraus; trotzdem haben wir Angst davor! Ziel und Sinn des Lebens aber sind nicht materielle Werte im Überfluss. – Denn die sind am Ende wirklich überflüssig!
Der Sinn unseres Lebens ist die Reife der menschlichen Seele! Und auch dieses Reifen geht nicht ohne leidvolle Erfahrungen. Das gilt auch für Jesus. Welchen Sinn hatte also das Leiden Jesu? Jesus erkennt, dass sein Weg ein leidvoller sein wird und er versucht dies seinen Jüngern klarzumachen. Sie aber verstehen ihn nicht. Sie verdrängen die Möglichkeit des Leidens. Da sind die Jünger uns ganz ähnlich: Kein Mensch sucht das Leid freiwillig. Solange wir nur können, drängen wir den Gedanken an das Leid aus unserem Leben. Wenn jemand ein schweres Leid trifft, neigen wir dazu es als ein bedauerliches Einzelschicksal zu betrachten. Nichts scheint uns sinnloser als das Leiden. Im Leiden etwaige Sinnhaftigkeit zu suchen scheint uns völlig absurd, darüber nachzudenken Gedankenverschwendung.
Einmal greift Jesus in der Erklärung seines Leidens auf ein Bild aus der Natur zurück und bietet es auch uns als Hilfe zum Verstehen des Leidens an. „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.“ (Joh. 12,24). In dieser Sichtweise ist das Sterben des Weizenkorns nicht Tod sondern Verwandlung. Als Verwandlung bringt es neues Leben hervor. Tatsache ist: Wenn uns Leiden (z.B.: Corona) auferlegt ist, bedeutet dies immer einen schmerzhaften Einschnitt in unser Leben. Meist verändert es Gewohnheiten und Abläufe. Wir unternehmen alles Mögliche – Rationales und Irrationales – um Leid abzuwenden. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass Leidsituationen uns nicht nur mit der Frage nach dem Sinn des Leidens konfrontiert, sondern mit der grundsätzlicheren Frage nach dem Sinn des Lebens. Schließlich gelangen wir zur Frage, ob es noch einen letzten Sinn gibt, wenn wir das jetzige Leben ganz loslassen müssen. Führt uns nicht so, die Frage über das Leid zu den großen Fragen des Lebens? Gibt es überhaupt bedeutsamere Fragen in und für unser Leben?
Diese Fragen öffnen Fenster und Türen zur Osterbotschaft. Leiden und Sterben gehen der Auferstehung Christi voraus. Das bedeutet: Leid und Tod haben nicht das letzte Wort! Jesus hat in seiner Beziehung zum Vater den Tod überwunden und uns so den Weg zum Vater gezeigt. Leben bedeutet: Herausforderungen, auch Leid im Blick auf die Auferstehung anzugehen. Denn die Auferstehung ist uns in Jesus Christus zugesagt. Wer am Ende mit IHM auferstehen wird, muss sein Leid im Sinne Jesu annehmen. Unser aller Leiden an der Pandemie kann in jedem einzelnen einen (Lern-)Prozess einleiten, der in unvorhersehbarer Weise Früchte trägt. Für uns stellt sich in diesen Tagen unausweichlich die Frage: Kann ich diese entbehrungsreiche Zeit annehmen und kann ich mich der Führung Gottes anvertrauen damit neue Früchte wachsen können und mein Leben einen jetzt noch verborgenen Sinn findet.
Im diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen, auch im Namen des Pfarrteams, ein gesegnetes Osterfest, ein im Herzen frohes Fest der Auferstehung und des neuen Lebens. Bleiben Sie gesund.
Ihr Pfarrer,
Emeka Ndukaihe

Weihnachtsgrüße 2020

Liebe Pfarrgemeinde, es ist wieder Weihnachten, ein Weihnachten, das allerdings anders sein wird als sonst. Die Corona-Pandemie hat alles verändert. Unsere Sorgen, Fragen und Zweifel holen uns ein. Hoffnung; hoffnungsvolle Geduld ist die beste Strategie um derzeit zu überstehen. Allen unseren Problemen zum Trotz: Jesus ist dennoch in die Welt gekommen, um uns zu wandeln und auch um diese Welt zu verändern, um sie, nach und nach wieder zu einem Ort zu machen, an dem Menschen zufrieden leben können, an dem sich Menschen entfalten können. Ja! Mit seinem Kommen in die Welt hat Gott gezeigt: diese Welt ist kein Zufall und es ist ihm nicht egal. In Jesus greift Gott in den Lauf der Welt ein – um alles wieder herzustellen.

Ja! Jesus begleitet uns als das Licht in der Dunkelheit. Er macht unser Leben hell. Es gibt keine absolute Hoffnungslosigkeit, keine letzte Verzweiflung für den, der glaubt. Die Dunkelheit ist nicht zu leugnen. Sie ist der Kontrast zum Licht. Das Leuchten des Lichtes können unsere Augen erst in der Dunkelheit wahrnehmen. Dieses Licht lässt unser Herz gelassener werden und nimmt die Angst. Wir sind berufen, für dieses Licht Zeugnis abzulegen; damit die Welt, die „im Dunkeln lebt“ erleuchtet wird. Jesus ist gekommen um uns zu zeigen: Gottes Liebe ist erfahrbar, auch in dieser Welt. Darum dürfen wir uns auf das Jesus-Kind einlassen und seine Geburt feiern, mit der festen Zuversicht, dass Jesus immer mehr unser Denken, unser Handeln und Reden bestimmen möge.

Da die Corona-Pandemie uns leider hindert, das Weihnachtsfest zusammen zu feiern, möchte ich auf diesem Weg DANKE an alle sagen, die unsere Pfarrgemeinde am Leben halten – sowohl die hauptamtlichen- als auch ehrenamtlichen Mitarbeiter/Innen. Vergelt’s Gott an alle Teams: in der Seelsorge, im Pfarrbüro und im Kindergarten, an die Kirchenverwaltung, den  Pfarrgemeinderat, die Leitungen und Mitwirkenden aller Gruppierungen und an  jegliche Helfer, die unserer Pfarrei einen Dienst erweisen.

Der ganzen Pfarrgemeinde: Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Frauen und Männern, Kranken und Gesunden, jung und alt, wünsche ich ein Fest voller Frieden und Freude. Trotz der jetzt schwierigen Situation dürfen wir die Hoffnung und unseren Glauben an Gott nicht verlieren. Es wird alles gut. Bleiben Sie alle gesund.

Gesegnete und fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2021 wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer

Dr. Dr. Emeka V. Ndukaihe

Licht des Herrn ist „Baum des Lebens“

Foto: Edmund Speiseder

Zum wiederholten Mal ließ Pfarrer Dr. Dr. Emeka Ndukaihe vom Altarraum ausgehend die Kirche mit Kerzenlicht erhellen. Der Introitus des Dritten Adventssontags beginnt nämlich mit dem Wort Gaudete (Freuet Euch). Es herrscht Freude darüber, dass der Herr mit der Erlösungsgnade nahe ist.

Pfarrer Dr. Dr. Emeka Ndukaihe und Diakon Sattich-Jaklin thematisierten die vier Kerzen am Adventskranz als Symbole für Vertrauen, Freude, Frieden und Hoffnung. In rhetorischer Gegenrede wurden die Aspekte von Vertrauen, Freude und Friede als sehr brüchig beschrieben und als nicht beständig erkannt. Das Licht der Kerzen wird ob ihrer unsicheren Leuchtkraft jeweils ausgelöscht. Aber die Kerze, die für „Hoffnung“ leuchtet, ist jener Aspekt, der für uns Christen durch die Geburt des Erlösers neu trägt. „Im Stall zu Bethlehem kam unsere Hoffnung in die Welt!“, verkündete Dr. Dr. Ndukaihe. „Dieses Licht kommt verborgen im Alltag, fern vom Geschrei der Welt und der vordringlichen Reklame!“

Wohltuende Ruhe im Kirchraum

Und weil dieses Licht für uns bestimmend ist, können auch die Flammen, die Vertrauen, Freude und Hoffnung ausmachen, wieder leuchten und bekommen dadurch neuen Sinn. Demonstrativ werden daher die bislang zum Erlöschen gekommenen Kerzen wieder entzündet. In der Pfarrei Christkönig wird diese Botschaft von „Gaudete“, dieses „Freuet Euch“, umgesetzt und somit die Erwartung auf die Geburt des Erlösers vorbereitet.

Wohltuende Ruhe bestimmt den Kirchenraum und die vielen Kerzen, die „Lebensbäume“ stilisieren, bestimmen den Altarbereich. Sie führen den Kirchenbesucher in eine mystische Welt. Das, was wir landläufig mit der „Stillen Zeit“ als der „Adventszeit“ benennen, wird hier spürbar. Denn in den Texten und Gedanken des Priesters und der Lektoren wird das Hinhören auf den Kern der Umkehr, wie es die Adventszeit mit uns vorhat, umgesetzt.

„Engelsgesang“, so heißt die Mädchengruppe, die als das musikalische Rückgrat diesen Wortgottesddienst bestimmt. Er wurde von Evi Grill stimmig und musikalisch überzeugend geleitet. Beeindruckend ist, den Menschentut diese Abendstunde gut, denn sie bleiben noch lange sitzen, meditierend, in sich einkehrend. Und das in der Coronazeit, Hygiene und Abstände berücksichtigend. Somit waren alle verfügbaren Plätze gefüllt.         -spe-

 

Erntedank 2020

Erntedank-Gaben für die Armenspeisung der Ursulinen
Die Pfarrei Christkönig wollte dieses Jahr zu Erntedank ein Zeichen setzen und bat die Gemeindemitglieder, Lebensmittel für den Gabenaltar zu spenden, die anschließend an die Armenspeisung der Ursulinen weiter gegeben werden. Die Armenspeisung der Ursulinen wird seit weit über 20 Jahren von der inzwischen 87-jährigen Sr. Brigitte organisiert, die von einer Hilfskraft unterstütz wird. 3 mal pro Woche, am Montag, Mittwoch und Freitag, können – coronabedingt – Bedürftige bei den Ursulinen ein warmes Essen abholen. Früher war es möglich, in einem Raum im Kloster das Essen einzunehmen und so zugleich soziale Kontakte zu schaffen. Diakon Wolfgang Sattich-Jaklin zeigte in der Predigt auf, dass christliches Handeln darin besteht, von seinen Fähigkeiten, seinem Besitz und Reichtum denen abzugeben, die am Rande der Gesellschaft stehen. Diese Menschen, die warum auch immer unsere Hilfe brauchen, sollen ein menschenwürdiges Leben führen können in dem Maß, wie Christen täglich beten sollen: Unser tägliches Brot gib uns heute. Sr. Brigitte bedankte sich mit einem großen vergelt’s Gott bei der Gemeinde. Die Armenspeisung ist auf Spenden angewiesen und Dank der übergebenen Erntedank-Gaben können in den nächsten Wochen die Hilfebedürftigen versorgt werden.
Auf dem Foto: Sr. Brigitte (3.v.l.), Pfarrer Dr. Dr. Emeka Ndukaihe (2.v.r), Diakon Wolfgang Sattich-Jaklin (3.v.r.) und Mesnerin Andrea Baumgartner (2.v.l) mit den Ministranten

Die Rassismusfrage und die Begegnungen Jesu?

In den letzten Monaten ist Rassismus wieder zum politisch-gesellschaftlichen Diskussionsthema geworden. Um diese Diskussion theologisch auszubreiten nehmen wir zuerst an, dass Jesus doch nicht rassistisch ist! Oder? Gottes Nähe zu suchen, Gottes Heil zu erhoffen und Gottes Liebe zu erfahren, dazu sind doch alle Menschen berufen. Die Hautfarbe, Rasse oder die Zugehörigkeit zu einem Volk, zu einer Kultur oder Religion spielen da keine Rolle. Das müssen wir Menschen allerdings immer wieder neu begreifen. Im Hintergrund stellen wir uns immer wieder die Frage: „Wer gehört zu uns und wer nicht?“ Und an dieser Frage scheiden sich oft die Geister in den Familien und Freundeskreisen, Gemeinschaften und Gesellschaften. Die Angst vor Fremden, die Unsicherheit vor Andersdenkenden und die Ablehnung anderer Lebensentwürfe sind Urängste und sie schlummern bis heute in jedem Menschen.

In der Bibel (auch bei Jesus) ist die Begegnung mit Fremden ein immer wiederkehrendes Thema. In den Evangelien ist oft von Menschen die Rede, die mit ihren Bitten und Anliegen zu Jesus kommen. Meist bitten sie um Heilung für sich oder einen ihrer Angehörigen. Die Erzählung von der heidnischen Frau (Matthäus 15,21-28) ist ein Beispiel. Diese ist aber in einen schwierigen Textzusammenhang eingebettet. Von Jesus wird uns hier eine Reaktion überliefert, die ganz und gar nicht in das Bild passt, das die Evangelisten sonst von Jesus vermitteln. Die ganze Art, wie Jesus mit der Frau umgegangen ist, wirkt zunächst abstoßend und verstörend. Kein Wort der Anteilnahme, des Mitleids, des Verständnisses für die Not der Frau; einfach blanke Ablehnung. Und seine Begründung der Ablehnung scheint eben rassistisch zu sein. Kann jemand mit so großer Distanz antworten, der von sich behauptet, der Heiland und Erlöser der Menschen zu sein? Da ist doch eine Mutter, die in ihrer Not um Hilfe für ihre Tochter bittet. Wer hätte dafür kein Verständnis? Was ist nur in Jesus gefahren, dass er mit der Frau so reden kann?

Nein! Jesus kann man Rassismus nicht vorwerfen. Ich glaube, hier haben wir einen Text vor uns, den man nur mit Hintergrundwissen richtig verstehen und auslegen kann. Die Gemeinden, in denen Matthäus wirkt, sind stark durchsetzt mit Judenchristen, die noch sehr von der Idee geprägt sind: Der Messias ist ausschließlich für das auserwählte Volk Gottes. Die Nicht-Jahwe-Gläubigen, die Heiden bezeichnete man gern abfällig als „Hunde“, die (nach den Vorstellungen der Juden damals) grundsätzlich keinen Anteil am Heil zu erwarten hatten. In diese Situation hinein stellt Matthäus seinen Bericht von der Begegnung Jesu mit der kanaanäischen Frau. Dabei nimmt Matthäus, geschickt, das Gedankengut und die Argumente der Judenchristen und legt sie in den Mund und das Verhalten Jesu. In der Tat aber war Jesus immer wieder in seiner Messianischen Rolle aus diesem Gedankengut ausgestiegen und auch den Fremden mit Heilzuspruch begegnet.

Vor allem dürfen wir der Tatsache entnehmen, dass uns hier berichtet wird, dass Jesus im Gebiet der Heiden war, in das Gebiet von Tyrus und Sidon. Wenn Jesus wirklich überzeugt gewesen wäre, er sei nur der Messias für Israel, was hätte er dann bei den Heiden gesucht? Darüber hinaus hatte er doch vorher den Knecht des heidnischen Hauptmanns von Kafarnaum geheilt. Matthäus wollte einfach zeigen, dass Jesus sich den Heiden öffnet und nicht bei der alt überlieferten Vorstellung der Juden über den Messias stehen bleibt. Er wollte auch verdeutlichen in welchem Ausmaß die Juden den Heiden oft Unrecht tun in ihrem Denken über sie. Dies beweist Jesus auch mit seiner Geschichte vom barmherzigen Samariter. Schließlich hat diese heidnische Frau das, was vielen Juden in ihrer Überheblichkeit fehlt: Das tiefe Vertrauen, dass Gott alle Menschen liebt und Heil schenken will. Tatsächlich, ohne die Judenchristen anzuklagen, spricht Matthäus ihnen mit dieser Perikope sehr deutlich ins Gewissen.

Interessanterweise lässt sich die Frau ihrerseits nicht durch den Hochmut Jesu zum Zorn reizen. Welch eine gestandene, gelassene Frau! Ruhig und sachlich antwortet sie Jesus sinngemäß: Wenn wahr ist, was die Juden von ihrem Gott Jahwe erzählen, dann wird auch für uns, die Heiden, etwas von den Gaben Gottes abfallen. Sie ist überzeugt und glaubt daran, dass Gottes Herz allen, auch den Nicht-Juden, weit offen steht – egal wie gering die Juden über sie denken. Deutlicher kann Matthäus sein Anliegen nicht darstellen. Jeder, so hofft er, wird sich die Frage stellen müssen: Wie gehe ich mit denen um, von denen ich glaube, dass sie weniger in der Gunst Gottes stehen? Ja! Damit die „Gläubigen“ in ihrem Nachdenken die richtige Antwort für sich finden, schildert Matthäus in der Person Jesu eine Art Bekehrungsprozess. Gottes Liebe lässt niemanden aus; das möchte Matthäus jedem einhämmern. Denn Jesus ist Heiland für alle.

Nun, übertragen wir die Begebenheit und das Anliegen des Evangelisten auf uns. Da frage ich mich: Über wen denke ich gering? Wen meine ich, dass er in den Augen Gottes nicht besonders gut dasteht? Wem würde ich wünschen, dass Gott ihm besondere Hilfe verweigert? Neben dieser Frage für unser Gewissen möchte uns Matthäus die kanaanäische Frau als Vorbild vor Augen stellen. Sie weiß, dass arrogante Menschen ein lockeres Mundwerk haben und mit Beleidigungen nicht vorsichtig umgehen. So lässt sie sich weder durch Worte reizen noch durch Ablehnung beleidigen. Ihr Glaube an die Liebe Gottes lässt sie in ihrer Bitte beharrlich bleiben. Wie schnell und tief sind wir oft beleidigt, wenn unsere vorsichtigen Bitten nicht wahrgenommen werden, oder wenn wir billig abgewimmelt werden? Wie schnell geben wir auf, wenn unsere Ideen, Vorstellungen und Wünsche in den Wind geschlagen werden? Ja! In solchen Situationen, wo wir in der Rolle der heidnischen Frau stecken, sollen wir uns an sie erinnern und wissen: Mögen Menschen auch stur in ihren Vorstellungen uns gegenüber verharren und ihr Denken nicht ändern wollen, Gott wird immer auf unsere Bitten eingehen – solange wir in ihn vertrauen. Diesen Glauben dürfen wir uns nicht nehmen lassen – nicht einmal durch Enttäuschungen. Rassismus kann nur wirken, wenn wir uns ihm beugen. Jede Begegnung ist eine Herausforderung und ein Aufruf gegen den in uns schlummernden Rassismus.

Öffnungszeiten Pfarrbüro

vom 03.08. bis 31.08.2020

Montag bis Freitag           

10.00 bis 11.00 Uhr

Liebe Pfarrgemeinde von Christkönig!

Da die Karwoche vorbei ist, lade ich sie weiterhin ein, zu den Gottesdienstzeiten (täglich um 18.00 Uhr) innezuhalten und von zu Hause aus mit zu beten.
Die Hoffnung besteht allerdings, dass wir in die nähere Zukunft den Gottesdiensten mit den Gläubigen feiern dürfen.

Für Gottesdienstintentionen und weitere Information schauen Sie bitte in der Pfarrei-Website (http://christkoenig-straubing.de/) oder am Aushang am Kirchenplatz rein.

Wer ein persönliches Anliegen hat oder ein Beichtgespräch wünscht, soll sich bitte im Pfarrbüro telefonisch melden (09421-31246) und einen Termin vereinbaren.

Jeden Sonntag bis Donnerstag ist unsere Kapelle von 10.00 bis 12.00 Uhr zugänglich.

Der allmächtige Gott behüte und segne Euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Bleiben Sie Gesund.

Euer Pfarrer

Dr. Dr. Emeka V. Ndukaihe

Liebe Pfarrgemeinde von Christkönig!

Die Osterfestivitäten lassen sich nicht vom Virus vernichten. Alles wird wie üblich gefeiert, diese Feiern müssen aber ohne die Öffentlichkeit stattfinden. Ich lade sie ein, zu den geplanten Uhrzeiten (Gründonnerstag – 20.00 Uhr, Karfreitag – 15.00 Uhr, Osternacht – 21.00 Uhr) innezuhalten und von zu Hause aus mit zu beten.

Vorschläge für persönliche oder Familien-Andachten am Gründonnerstag, Karfreitag und der Osternacht sind auf der Pfarrei-Website (http://christkoenig-straubing.de/) oder am Aushang am Kirchenplatz vorhanden.

Wer ein Beichtgespräch wünscht, soll sich bitte im Pfarrbüro telefonisch melden (09421-31246) und einen Termin vereinbaren.

Ab Gründonnerstag bis Ostersonntag ist unsere Kapelle von 10.00 bis 12.00 Uhr und 17.00 bis 18.00 Uhr zugänglich.

Wir wünschen uns alle, dass diese Ausnahmesituation schnell vorüber geht damit die Normalität wieder einkehrt. Bis dahin möge uns der allmächtige Gott behüten und segnen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Euer Pfarrer

Dr. Dr. Emeka V. Ndukaihe

 

 

Corona-Pandemie: Nur ein Alptraum, oder auch ein Aufruf zur Werte?

 

(Dr. Dr. Emeka V. Ndukaihe, Pfarrer in Christkönig)

Eine Frage beschäftigt mich seit dem Erscheinen des Coronavirus: Ist diese Pandemie ein Teil der Planung Gottes, um uns aus dem Schlaf aufzuwecken? Ich bin eher vorsichtig mit solchen Aussagen, denn ich weiß, dass wir Menschen in Krisenzeiten unseren Gott oft missverstehen und falsch interpretieren. Gott verursacht keine Katastrophen, er lässt sie aber zu. Und alles hat seinen Sinn. Gott macht keinen Fehler. Die Wahrheit allerdings ist: Diese Tragödie hat uns jetzt aufgeweckt. Der Schrecken dieser neuen Krankheit rüttelt tatsächlich, uns und die ganze Welt wach. Sie weckt uns auf bei all dem Unfug, den wir in den vergangenen Jahren untereinander und mit der ganzen Umwelt getrieben haben. Alle Ambitionen des Menschen und sein Streben nach Macht scheinen angesichts des realen Angriffs durch das Virus sinnlos. Alle politischen, ökonomischen und militärischen Mächte der Welt verneigen sich vor dem Virus. Es weckt uns auf, damit wir den Glauben (auch ohne Versammlung in den Gotteshäusern) wieder mehr schätzen können als bisher. Städte und Gemeinden sind stiller geworden – was zuvor undenkbar war. Benötigen wir vielleicht diese Stille?

Die Mächtigen in unserer Welt haben bis jetzt, zu Gunsten der Wirtschaft, den Klimawandel verharmlosen wollen. Hoffen wir, dass dessen Folge uns nicht schon überrollt haben wie das Coronavirus. Wir sind zum Umdenken aufgerufen. In der Weltpolitik hören wir keine Argumente mehr zur den Fragen, wer die solideste Wirtschaft hat, wer die größeren Waffen besitzt! Offenbar hat Gott eine Waffe, die alle anderen übertrifft. Sogar zwischen den politischen Parteien unseres Landes erleben wir plötzlich keine Wortgefechte mehr. Manchmal bedarf es tatsächlich nur eines gemeinsamen Feindes wie das Coronavirus, um Einheit zu erreichen!

Noch vor der Krise wurden die Menschen immer wieder aufgerufen und eingeladen – oft ohne Erfolg – in den Gottesdienst zu kommen und miteinander zu beten. Heute, wo alles still steht, macht sich ein Umdenken breit. Man schätzt es wieder, innezuhalten und sich Zeit zu nehmen für das Gebet zu Gott und mit anderen Menschen zusammen. Manche vermissen dies sehr. Vorher war es schwierig, sich auf dem Weg zum Gottesdienst zu machen, und viele wollten eher ausschlafen. Jetzt haben wir mehr als genügend Zeit zu schlafen, und uns fehlt plötzlich das gemeinsame Singen und Beten so sehr, dass Menschen bereit sind aus dem Wohnungsfenster gemeinsame Lieder hinaus zu singen. Oft schätzen wir etwas nicht, bis es uns weggenommen wird. Corona macht uns klar, dass wir das Wort Gottes in unseren Familien und Häuser wieder hineintragen müssen, Corona weckt uns dazu auf, wieder die Bibel in die Hand zu nehmen, wieder an Gott zu denken und im Glauben zusammen zu halten.

In dieser Osterzeit sind wir eingeladen (auch ohne Versammlung in den Kirchen) die Auferstehung Christi zu feiern. Der Ruf aufzuwachen geht an uns alle. Wacht auf! Das Leben ist mehr als die jetzige Angst und Unsicherheit. Jesus lebt und deshalb darf auch unser Glaube an ihn nicht sterben. Es ist falsch zu meinen, dass der Glaube nicht überleben wird! In schweren Zeiten und in Krisen hatte der Glaube immer fortbestanden, weil er Halt in diesen Krisenzeiten gegeben hat. So war es schon, in der biblischen Ostergeschichte, als die Apostel aus Angst vor den Juden sich im Oberstock verbarrikadiert hatten: Jesus zeigte sich ihnen und gab ihnen Mut. Selbst wenn der Glaube und die Kirche gezwungen würden in den Untergrund zu gehen (damals von der politische Macht, im heutigen Fall von Corona), sie werden nicht sterben. Der Glaube hat in über 2000 Jahren viele Krisen überstanden. Fürchtet euch nicht! Der Glaube widersteht jeder Attacke, sei es von einem Virus oder von Menschen, denn Jesus hat versprochen bei uns bis zum Ende der Welt zu bleiben. Die auf dem Felsen gebaute Kirche kann der Feind nicht zerstören. Hören wir auf diesen Weckruf zum Umdenken im Umgang mit einander und mit der Umwelt. Die Corona ruft uns auf, die Auferstehung zu wagen – von einem oberflächlichen zu einem vertieften Glauben. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Statt Angst zu haben sollen wir auf den auferstandenen Herrn schauen. In der Osterbotschaft heißt es: „Der Engel sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat“ (Mt.28, 5-6). Ja! Jesus ist wahrhaftig auferstanden. Er lebt. So werden auch wir leben, wenn wir an ihn glauben.

Familien-Andacht in der Osternacht 2020

[Alle versammeln sich und halten (nicht brennende) Kerzen in den Händen.]

[Kind:] Papa, warum ist dieser Abend so ganz anders als alle anderen Abende?

[Vater:] Wir haben uns hier versammelt, um uns wieder bewusst zu machen, dass wir nicht für die Finsternis, sondern für das Licht erschaffen sind. Wir werden hören, dass Gott die Welt und uns erschaffen hat, dass er sich mit uns verbündet hat, dass er uns liebt und immer bei uns ist. Gott will das Leben und dass wir leben. Dafür danken wir Gott!

[Mutter:] Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut, und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.

[Der Vater entzündet die Osterkerze]

[Mutter:] Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis, und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: erster Tag.

Lied: Im Dunkel unsrer Nacht entzünde das Feuer, das nie mehr erlischt

[Vater:] Gepriesen bist du, Gott, Schöpfer der Welt. Du hast das Licht erschaffen, das die Finsternis erhellt. Im brennenden Dornbusch hast du Mose den Weg aus der Knechtschaft in die Freiheit verheißen. In der Feuersäule bist du deinem Volk durch Finsternis und Wüste vorangegangen und hast dessen Weg erhellt. Du bist das Licht, das den Menschen und der ganzen Schöpfung leuchtet. Segne dieses Feuer, das mit seinem Licht die Nacht erhellt, und entflamme in uns die Sehnsucht nach dir, dem unvergänglichen Licht, damit es die Finsternis dieser Welt und die Dunkelheit unserer Herzen vertreibe – in dieser Nacht und alle Tage bis in Ewigkeit. Amen.

[Alle mitgebrachte Kerze werden entzündet.]

[Kind:] Wir zünden eine Kerze an

  • für alle Bewohnerinnen und Bewohner in den Altenheimen, die keinen Besuch von ihren Verwandten erhalten können;
  • für alle Erkrankten, damit sie die Stärke haben, wieder gesund zu werden;
  • für alle Einsatzkräfte, die in diesen Tagen an ihre Grenzen gehen;
  • für das Personal der Intensivstationen, die mit allen Kräften um das Wohlergehen der Patienten kämpfen;
  • für die Unternehmerinnen und Unternehmer, die durch diese Krise schwere finanzielle Verluste hinnehmen müssen;
  • für all jene, die unter der Einsamkeit der Isolation leiden.

[Mutter:] Und Gott schuf Himmel und Erde, Wasser und Land, Sonne, Mond und Sterne, alle Lebewesen in Luft, Wasser und am Land. Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig.

[Vater:] An diesem siebten Tag stehen wir in Gottes Schöpfung, wir als Teil dieser Schöpfung. Wir gehören nicht uns selbst, sondern dem, der uns geschaffen hat. Wir sind miteinander und mit Gott verbunden, wir sind für uns, füreinander und für diese Welt verantwortlich. Die ganze Schöpfung singt dir, Gott, Lob!

Lied: (GL 386)

Laudate omnes gentes, laudate Dominum! Laudate omnes gentes, laudate Dominum!

Lesung:

[Kind:] Lesung aus dem Buch Jesaja.

So spricht der Herr: Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser! Auch wer kein Geld hat, soll kommen. Kauft Getreide, und esst, kommt und kauft ohne Geld, kauft Wein und Milch ohne Bezahlung! Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt, und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht? Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste zu essen und könnt euch laben an fetten Speisen. Neigt euer Ohr mir zu, und kommt zu mir, hört, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen.

Österliches Halleluja (Z.B. GL 174 – 176 )

Evangelium:

[Mutter:] Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. Da erinnerten sie sich an seine Worte. Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern. Es waren Maria Magdalene, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus; auch die übrigen Frauen, die bei ihnen waren, erzählten es den Aposteln. Doch die Apostel hielten das alles für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden dort liegen. Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.

Lied: „Der Heiland ist erstanden“ GL 318

Der Heiland ist erstanden, befreit von Todesbanden, der als ein wahres Osterlamm für mich den Tod zu leiden kam. —Halleluja… Nun ist der Mensch gerettet und Satan angekettet, der Tod hat keinen Stachel mehr, der Stein ist weg, das Grab ist leer.—-Halleluja… Der Sieger führt die Scharen, die lang gefangen waren, in seines Vaters Reich empor, das Adam sich und uns verlor.—–Halleluja… Mein Glaube darf nicht wanken, o tröstlicher Gedanken! ich werde durch sein Aufersteh’n gleich ihm aus meinem Grabe geh’n.—–Halleluja…

Lichtfeier:

[Alle nehmen um den Esstisch Platz. Auf dem Tisch steht eine mit Wasser gefüllte Schüssel. Die Osterkerze wird auf den Tisch gestellt, alle anderen Kerzen werden gelöscht.]

[Kind:] Wasser ist etwas Köstliches. Es macht frisch, wenn wir verschwitzt sind. Es macht sauber, wenn wir schmutzig sind. Es stillt unsere Sehnsucht, wenn wir Durst haben.

[Kind:] Im Wasser ist Leben. Ohne Wasser verwelken die Blumen. Ohne Wasser verschmachten die Menschen und Tiere.

[Mutter:] Wasser ist wie du, Gott, köstlich und lebendig. Durch das Wasser rettest du den Menschen. Durch das große Wasser hindurch hast du Noah und seine Familie gerettet. Durch das große Wasser hindurch hast du Mose und sein Volk gerettet.

[Vater:] Geist Gottes, du ruhst auf diesem Wasser. Gib ihm die Kraft und lass es sein lebendiges Wasser für uns. In dir, Gott, wollen wir sterben und auferstehen. In dich wollen wir eintauchen und durch dich aufleben.

[Der Vater taucht die Osterkerze in die Schüssel.] [Alle tauchen die Finger ins Wasser und bezeichnen sich mit einem großen Kreuzzeichen.]

Gesang:

Halleluja, halleluja! Ihr seid das Volk, das der Herr sich auserseh’n seid eines Sinnes und Geistes! Ihr seid getauft durch den Geist zu einem Leib. Halleluja, halleluja!

[Vater:] Unser Gott, der uns Auferstehung verheißt, segne und behüte uns. Er sei mit uns auf dem Weg und trage uns in seiner Liebe. Er lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns zugeneigt, denn seine Zuneigung gibt uns das Leben. Er wende uns sein Angesicht zu und schenke uns Frieden. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

[Der Vater zeichnet allen Anwesenden mit dem Daumen ein Kreuz auf die Stirn.]

Gesang:

Halleluja, halleluja! Ihr seid die Köner, auf Feldern weit verstreut, zu einem Brote geworden, so führt der Herr die zusammen, die er liebt. Halleluja, halleluja!

Brotritus und Mahl:

[Mutter:] Jesus führt uns zusammen und mit ihm sitzen wir um diesen Tisch und feiern. Im Andenken an ihn essen wir gemeinsam Brot. [Die Mutter teilt an alle Brot aus.]

(Zusammengestellt von Christoph Enzinger)

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