Ostergedanke 2026
Ostern schenkt Hoffnung!
Es gibt vieles, was uns heute verzweifeln lassen könnte. Die Stimmung unter den Menschen und in den Gesellschaften wird immer rauer und kälter. Egoismus unter den Staaten belasten uns. Viele machen sich Sorgen um das Klima, die zunehmende Naturkatastrophen, Kriege und Gewalt. Dazu kommen die Belastungen und Sorgen im eigenen Leben. Berufliche und Beziehungspläne scheitern. Krankheiten und Sterben begegnen uns mitunter als ständige Bedrohung. Können wir auf dieser Welt überhaupt noch entdecken, was Hoffnung schenkt?
Dietrich Bonhoeffer hatte mal gesagt: „Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln…“. Vor 80 Jahren hatte er – mit vielen anderen Männern und Frauen – gegen das Regime der Nationalsozialisten Widerstand geleistet. Er konnte diesen Widerstand nur leisten, weil er einen ganz tiefen Glauben an die Auferstehung Jesu hatte. Darum konnte er, auch in der Haft, als er auf seine Hinrichtung wartete, das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen…“ dichten.
Das Ostergeschehen selbst erlebte viele Zweifel und Fragen; aber auch Verwunderung und Staunen. Eben! Bei der Verwunderung fängt der Glaube an. Es gibt zwischen Himmel und Erde mehr als das, was ich sehen und beweisen kann. Ich bin eher offen für das, was mich verwundert, worüber ich staunen kann. Petrus und auch die anderen Apostel hatten ihre Zweifel, kamen dann langsam zum Glauben an die Auferstehung Jesu. Erst nach eigenen Begegnungen mit Jesus fingen sie an, die Botschaft – „Jesus ist auferstanden“ zu verkünden, und für diese Botschaft ihr Leben hinzugeben. Also, wer sich auf die Botschaft der Auferstehung einlässt, und sich damit tief erfüllt, kann nicht mehr anders als die Botschaft der Hoffnung weiter zu tragen. Diese Botschaft lässt Menschen nicht mehr verzweifeln.
Im alten Bund zeigt Gott doch, dass er den Tod und die Verzweiflung besiegen kann. Gottes Kraft ließ das Leben entstehen aus dem Nichts, mehr noch aus Liebe. Allein durch Gottes Kraft konnte das Volk Israel dem mächtigen Pharao entkommen; und die Wüsste 40 Jahre lang überleben. So glauben auch wir im neuen Bund, dass – mit allen Herausforderungen, denen wir als Christen ausgesetzt sind – Jesu Auferstehung uns die Hoffnung und die Kraft geben wird, unsere Ängste und Verzweiflung zu überwinden. Wer in der Haltung der Hoffnung lebt, gibt Zeugnis vom Gott des Lebens; der Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat.
Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest.
Ihr Pfarrer,
Dr. Dr. Emeka Ndukaihe